Blutdrucksenkende Nahrungsmittel

Eine wichtige Rolle beim Blutdruck spielt der Herzmuskel. Der Herzmuskel pumpt beim Zusammenziehen das Blut in die Arterien. Das Blut gelangt so durch die Blutgefäße in alle Körperbereiche und versorgt den Körper mit Nährstoffen und Sauerstoff. Die beim Pumpen erzeugte Druckwelle lässt sich als Puls am Handgelenk oder an der Halsschlagader messen.

Dieser Druck wird bei der Blutdruckmessung als der obere (systolische) Wert genommen. Entspannt sich der Herzmuskel, ist in den Blutgefäßen ein geringer Druck vorhanden. Dieser Druck ergibt bei der Messung den unteren (diastolischen) Wert. Geschrieben wird die Messung systolischer Wert / diastolischer Wert mmHG. Der optimale Wert des Blutdrucks liegt bei 120/80 mmHG. Ab einem Wert von 140/90 mmHG ist von einem Bluthochdruck die Rede.

Dabei wird zwischen folgenden Kategorien der Blutdruckwerte unterschieden:

1. Optimal:
– systolischer Wert: < 120 mmHG
– diastolischer Wert: < 80 mmHG

2. Normal:
– systolischer Wert: 120
– 129 mmHG – diastolischer Wert: 80 – 84 mmHG

3. Hochnormal:
– systolischer Wert: 130
– 139 mmHG – diastolischer Wert: 85 – 89 mmHG

4. Bluthochdruck / leichte Hypertonie:
– systolischer Wert: 140 – 159 mmHG
– diastolischer Wert: 90 – 99 mmHG

5. Bluthochdruck / mittelschwere Hypertonie:
– systolischer Wert: 160 – 179 mmHG
– diastolischer Wert: 100 – 109 mmHG

6. Bluthochdruck / schwere Hypertonie:
– systolischer Wert: > 180 mmHG
– diastolischer Wert: > 110 mmHG

7. isolierte systolische Hypertonie:
– systolischer Wert: > 140 mmHG
– diastolischer Wert: < 90 mmHG

Ursachen Bluthochdruck

  • Organ- oder Systemerkrankung, wie z.B. Niereninsuffizienz oder Nierenarterienstenose
  • Übergewicht
  • erhöhter Alkoholkonsum
  • Nikotin
  • übermäßiger Verzehr von Kochsalz
  • Bewegungsmangel
  • chronischer Stress

Symptome bei Bluthochdruck

  • Schwindel
  • Schmerzen im Kopf
  • Druckgefühl im Kopf
  • Atemnot bei Belastung und Schmerzen in der Herzgegend bei schon länger bestehender Druckerhöhung
  • Leistungsminderung
  • Müdigkeit

Auswirkungen bei Bluthochdruck

  • Schädigung der Gefäßwände
  • Arteriosklerose
  • Schlaganfall
  • Augenschäden
  • Nierenversagen
  • Herzinsuffizienz
  • Herzinfarkt

Blutdrucksenkende Nahrungsmittel

Um den Blutdruck auf Dauer zu senken, gilt es zuerst, Komplikationen und Risikofaktoren eines Bluthochdrucks zu vermeiden. Dazu gehört neben der Senkung des Alkohol- und Niotinkonsums, regelmäßiger Tagesablauf, Entspannung, geringerer Kochsalzverzehr oder mehr körperliche Bewegung auch eine bedarfsgerechte Ernährung.
Folgende Lebensmittel können dabei helfen, den Blutdruck zu senken:

1. Bananen:
Ein täglicher Verzehr von zwei Bananen kann den Blutdruckwert um bis zu 10 % senken. Das Kalium in den Bananen unterstützt den Körper nicht nur bei der Flüssigkeitsbalance, sondern auch bei der Regulierung des Blutflusses.

2. Kakao:
Ein regelmäßiger Verzehr von Kakaoprodukten kann den Blutdruckwert um bis zu drei Punkten senken. Bekannt ist die schützende Wirkung des Kakaos der Gefäße und des Herzes. Seine Inhaltsstoffe Flavanole, Phenole und Katechin haben eine lindernde Wirkung auf den Blutdruck. Am besten empfiehlt sich der Verzehr von Zartbitterschokolade.

3. Knoblauch:
Spitzenreiter unter den blutdrucksenkenden Gewürzen ist der Knoblauch. Schon seit der Antike gegen Gefäß- und Herzkrankheiten eingesetzt, wurden inzwischen auch blutdrucksenkende Wirkungen des Knoblauchs nachgewiesen. Um seine volle Wirkung freizusetzen, sollte der Knoblauch zerkleinert und zerdrückt werden.

4. Kiwi:
Lutein und Aminosäuren in Form von Arginin sorgen dafür, dass der Verzehr von drei Kiwis täglich dabei hilft, den Blutdruck zu senken.

5. Kartoffeln:
Auch die Kartoffel besitzt die blutdrucksenkenden Inhaltsstoffe Antioxidianten, Phenole und Kalium. Die enthaltenen Carotinoide besitzen einen hohen Gesundheitswert für Gefäße, Herz und Blut.

6. Rosinen:
Diese enthalten ebenso wie Bananen und Kartoffeln reichlich Kalium, was entspannend auf die Gefäße wirkt.

7. Rote Beete:
Bereits eine Stunde nach dem Verzehr entfaltet der hohe Nitratgehalt in der Roten Beete seine volle Wirkung. Diese hält dabei bis zu 23 Stunden an.

8. Naturreis:
Das im Naturreis enthaltene Aleuron hemmt bluthochdrucksfördernde Gewebshormone. Wichtig ist es, beim Kauf darauf zu achten, dass es sich um unbehandelten Naturreis handelt.

9. Wassermelone:
Die Inhaltsstoffe Kalium und Citrullin in der Wassermelone haben eine blutdrucksenkende Wirkung.

10. Weißdorn:
Aufgrund seinen hohen Gehalt an Phenolen wird Weißdorn schon seit mehreren Jahrhunderten zur Blutdrucksenkung verwendet. Mit Hilfe von Weißdorn können die Blutgefäße erweitert werden und das Blut besser mit Sauerstoff versorgt werden.