Haferflocken: Gesund oder Dickmacher?

Seit geraumer Zeit erfreuen sich Haferflocken besonders zur Frühstückszubereitung großer Beliebtheit. Verarbeitet in Müsli, pur mit Milch, Joghurt und Obst oder als abwechslungsreicher Haferbrei kommt das Getreide am Morgen auf den Tisch zahlreicher Haushalte.

Besonders Haferbrei, auch als Porridge (engl.) bezeichnet, kommt mehr und mehr durch zahlreiche Erwähnungen, besonders beim Thema Abnehmen in aller Munde. Und das, obwohl die Gereidesorte mit einigen Kalorien zu Buche schlägt.

Hafer, eine gesunde Alternative zum Frühstück

Als leichte Kost kann man Haferflocken, die in etwa 360kcal pro 100g liefern, wahrlich nicht bezeichnen. Dennoch sind sie keine echten Dickmacher, sondern bei herkömmlicher Verwendung gesund. Denn neben der Energie aus Kohlenhydraten, führen sie dem Körper auch Ballaststoffe, essentielle Fettsäuren, Eiweiß, Minerale und Spurenelemente zu. Somit bieten sie eine gute, sättigende Grundlage für den Tag.

Auch in Anbetracht zu herkömmlichen Frühstück, bestehend aus Brötchen, Wurst, Käse, Ei und Marmelade, ist eine morgendliche Ernährung mit Haferflocken gesund und magenschonend.

Haferflocken am Morgen, alles andere als ein Dickmacher

Egal ob pur, mit Joghurt oder Milch, als Müsli oder über Nacht als Porrigde zubereitet, lassen Haferflocken Sie gut in den Tag starten. Dank einem hohen Anteil an Ballaststoffen, sättigen sie lange und tragen zu einer gesunden Verdauung bei. Anfänglich kann es beim puren Genuss zu leichten Beschwerden wie Völlegefühl und Blähungen kommen, diese verschwinden jedoch nach einigen Tagen. Wissen Sie, dass ihr Magen empfindlich reagiert, bietet sich die Zubereitung als Brei an, da dieser besonders schonend ist.

Als Lieferant von Eisen, Magnesium und Silicium bietet er sich zudem als gute Grundlage für anschließendes Fitnesstraining an.

Gesund kombiniert mit etwas Obst und Milch eine ideale Sättigungsgrundlage um aktiv in Job und Hobby zu starten.

Mythos Dickmacher

Spätestens seit der LowCarb-Bewegung wurden sämtliche Getreide, auch Hafer, als Dickmacher verschrien, egal wie gesund ihre Inhaltsstoffe neben Kohlenhyraten auch sind.

Dabei spricht einiges dagegen, zählt Hafer zu den wohl gesündesten Getreidesorten. Einziges Indiz, worauf sich ein Deklaration zum Dickmacher begründet, ist die Kalorienmenge.

Bezogen auf 100g ist diese durchaus im mittleren Feld und nicht unbedingt leicht, jedoch sei zu bedenken, dass kaum jemand eine solche Menge der Getreideflocken auf einmal isst. Ostmals ist die Hälfte ein realistischer Wert.

Jedoch kann auch Hafer gesund und zugleich ein Dickmacher sein. Dies ist besonders dann der Fall, wenn man das Getreide mit hochkalorischen, süßen und fettigen Zutaten kombiniert. So liefern besonders fertige Müslimischungen oftmals einen hohen Zucker- und Fettgehalt, verursacht durch Kristallzuckerzugabe, Nüsse, Schokolade und Trockenfrüchte.

Dies lässt sich am besten kontrollieren und im Rahmen eines Abnehmplans vermeiden, wenn Sie ihr Müsli selbst herstellen.

Porrigde, besonders mit Wasser statt Milch zubereitet und mit frischem, saisonalen Obst kombiniert ist nahezu immer als gesund anzusehen. Denn so werden dem Körper auf schonende und leckere Art und Weise Vitamine, Minerale, Ballaststoffe, sowie gesunde Fettsäuren und Eiweiß zugänglich gemacht.

Fazit

Haferflocken sind gesund. In Maßen und in einer gesunden Mischkost verwendet, bereichern sie den Speiseplan und liefern dabei zahlreiche Nährstoffe. Gesund sind sie allein immer, ob daraus eine ungesunde Sache wird, hängt einzig und allein von der Kombination mit anderen Nahrungsmitteln ab.