Schlafqualität und ihre Einflussfaktoren

Unter ausgewogener Schlafqualität wird im Wesentlichen verstanden, gut und ohne Unterbrechung zu schlafen und am Morgen ausgeschlafen und erholt wieder aufzuwachen. Die Frage lautet, welche Faktoren zu einer hohen Schlafqualität beitragen oder aber sie beeinträchtigen. Zu den zahlreichen Variablen, die zur Schlafqualität beitragen oder sie aber schmälern gehören körperlicher Gesundheitszustand, geistige Verfassung, der persönliche Lebenswandel, die Ernährung, der Bewegungsumfang, berufliche wie private Zufriedenheit oder Belastungen, die Qualität von Bett und Matratze sowie eine Reihe von Umwelteinflüssen.

Die Verknüpfung und das Zusammenwirken dieser Einflussgrößen spiegeln sich in der Schlafqualität, woraus sich ableiten lässt, das wir Einfluss darauf haben, wie sich der Schlaf gestaltet. So können beispielsweise körperliche Schmerzen nach dem Aufwachen auf eine unpassende oder durchgelegene Matratze hinweisen. Unausgeschlafenheit kann auf ein zu geringes Schlafpensum hinweisen. Da Menschen im Durchschnitt ein Drittel des Lebens schlafend verbringen, ist die Schlafqualität von gesundheitlich hoher Bedeutung.

Was Schlafqualität auszeichnet

Zahlreiche Studien und Erkenntnisse über die wohltuende Wirkung und die enorme gesundheitliche Wichtigkeit des Schlafes geben Rückschluss darauf, was Schlafqualität auszeichnet. Bei gutem Schlaf sorgt das menschliche Gehirn für Verarbeitung von Gedanken. Hierbei wird besonders soeben erst Aufgenommenes besonders effizient verarbeitet. Guter Schlaf trägt auch zu einem ausgeglichenen Stoffwechsel bei. Einer der Vorzüge dieses Befundes ist das leichtere Abnehmen bei gutem Schlaf. Schlaf ist zudem ein wichtiger Eckpfeiler der geistigen und körperlichen Regeneration. Erholsamer und unterbrechungsfreier Schlaf trägt demnach zur Wiederherstellung von Leistungsfähigkeit bei, sei es im Beruf oder beim Sport. Zur guten Schlafqualität gehören auch die mit dem Schlaf einher gehende geistige Ausgeglichenheit und ein gestärktes Immunsystem.

Da mehreren Erhebungen zufolge jedoch rund ein Drittel der deutschen Bevölkerung angibt, schlecht zu schlafen oder gar an Schlafstörungen zu leiden, stellt sich die Frage, welche Einflussfaktoren die Schlafqualität beeinträchtigen und welche Maßnahmen zu besserem Schlaf führen.

Negative Einflussfaktoren

Zur Verbesserung der Schlafqualität gilt es zunächst die Einflussfaktoren zu identifizieren, welche sich negativ auf den Schlaf auswirken. Häufigste Erscheinungsform mangelnder Schlafqualität ist die Insomnie, sprich Schlaflosigkeit. Bedingt durch Schwierigkeiten beim Einschlafen oder vermehrtes Aufwachen bei Nacht kommt es insgesamt nicht zu hinreichend Nachtschlaf.

Oft wird in Zusammenhang mit zu kurzen Schlafnächten von einer sekundären Insomnie gesprochen. Bei einer solchen lassen sich oft eindeutige Ursachen ausfindig machen. Konkrete Ursachen finden sich in unvorteilhaften Schlafgewohnheiten sowie externen störenden Einflüssen. In ungünstigen Fällen können auch physische oder neurologische Krankheiten Auslöser der Schlafstörung sein. Schlafmangel kann hierbei wechselseitig mit Krankheiten verzahnt sein: er kann als Symptom bestimmter Krankheiten auftreten oder auch solche hervorrufen. So sind etwa Hypertonie oder Depressionen oft Ausdruck von Schlafstörungen.

Faktoren zur Verbesserung der Schlafqualität

In vielen Fällen von Schlafstörungen können die Ursachen von den Betroffenen beseitigt und somit die Schlafqualität verbessert werden. Ein wichtiger Ansatzpunkt bieten hier meist eine Änderung der Lebensgewohnheiten oder der Umwelteinflüsse.

Zu den wesentlichen Faktoren zur Verbesserung der Schlafqualität gehören:

  • Angemessene Ernährung
  • Verzicht auf Koffein, Alkohol und Nikotin
  • Stressmanagement
  • Sport oder körperliche Ertüchtigung
  • Regelmäßigkeit im Schlaf-Wach-Rhythmus
  • Übergangsphasen zwischen Aktivität und Schlaf

Im Hinblick auf die Ernährung empfehlen sich mehrere kleinere Mahlzeiten am Tag, wobei die letzte nicht unmittelbar vor dem Schlaf eingenommen werden sollte. Empfohlen wird eine letzte eher kleine Mahlzeit spätestens um 19 Uhr.

Was Alkohol betrifft, so wird er zwar oft als Schlummertrunk angesehen, führt jedoch im Allgemeinen nach dem schnelleren Einschlafen zu einem eher unruhigen Schlaf. Koffein und Nikotin sind anregende Stoffe, welche die Schlafqualität bedeutend beeinträchtigen können.

Ein wesentlicher Faktor für verbesserte Schlafqualität findet sich in gesunder körperlicher Ermüdung durch hinreichend Bewegung. Schon in Maßen trägt Sport dazu bei, dass der Körper am Abend schneller die Regeneration sucht und besser einschläft.


Quellen und weiterführende Links: